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Chronik

Geschichte des Shotokan Karate Dojo Calw e. V.

Der „Judo-Club Pforzheim e.V.“, welcher schon 1955 gegründet wurde, integrierte etwa in den 70er Jahre Karate und weitere Budo-Sportarten, in seinen Verein ein. Einige der Mitglieder des Judo-Clubs, welche Karate trainierten, darunter Felice Urso und Gerold Vögele, trainierten Karate in Hausen, einem kleinen Ortsteil von Weil der Stadt und des Öfteren auch bei Mustapha El Bahroui in Pforzheim-Büchenbronn, der dort seit 1975 ein eigenes DKB-Dojo hatte (DKB = Deutscher Karate Bund). „Weil der Stadt – Hausen a.d.Würm“ ist etwa 18 km von Pforzheim und 14 km von Calw entfernt. Dort findet auch heute noch zweimal wöchentlich Karate-Training durch den SKD-Calw statt.

Vereinsgründung 1977 und Jahre als Karate Club

Am 26.02.1977 fand die Gründungsversammlung statt und wurde die Satzung des Vereins errichtet. Damit war die Vereinsgründung erfolgt. Der Verein (seinerzeit noch unter dem Namen „Karate Club Calw“) wurde kurze Zeit später in das Vereinsregister der Stadt Calw unter der Nr. 276 eingetragen. Das Logo des Vereins war das Stadtwappen von Calw. Die Satzung sah vor, dass Aufnahmeanträge von neuen Mitgliedern möglichst von einem Vereinsmitglied mit unterzeichnet sein sollten. Es gab damals schon eine deutliche Ermäßigung für Familien (jedes weitere Familienmitglied zahlte nur die Hälfte des Beitrags und der Eintrittsgebühr). Der Beitrag betrug 10 DM bzw. 15 DM (unter bzw. über 18 Jahre) und blieb 22 Jahre lang unverändert! (Erst ab April 1999 wurden die Beiträge um 5 DM erhöht). Erster Vorsitzender war Gerold Vögele (Gelbgurt), Felice Urso war Cheftrainer und Technischer Leiter.

Der Calwer Verein richtete damals schon Wettkämpfe aus, wodurch die Vereinskasse oft gut gefüllt war. So konnten sich Mitglieder bei auswärtigen Wettkämpfen und Lehrgängen luxuriös im Hotel einquartieren. Eine Zeitlang gab es auch einen vereinseigenen Ford Transit. Insgesamt waren es etwas wildere Jahre. Es kam vor, dass Mitglieder als Gelbgurt zu einem Wettkampf fuhren, sich einen Braungurt umbanden und auch noch siegreich hervorgingen. Im Training lief man schon mal Reihum über die Bäuche um die Bauchmuskulatur zu stärken. Bei den Weihnachtsfeiern musste sich einer die Füße waschen, da die anderen im Training darunter litten. Ein anderer durfte eine Knoblauch Zehe essen, da er dies auch oft vor dem Training so handhabte. Aber dennoch oder gerade deshalb, haben alle diese Jahre als schöne Zeit in Erinnerung.

Meinungsverschiedenheiten führten 5 Jahre später, 1982, zu Vögeles Rücktritt und zur Wahl von Wolfgang Oswald (der seit 1980 dem Verein angehört und bis heute aktives Mitglied und Trainer ist!). Da Felice Urso aufgrund seiner Querelen mit Gerold Vögele auch Schwierigkeiten mit dem damaligen DKU-Vorsitzenden Albrecht Pflüger bekam (DKU = Deutsche Karate Union), nutzte der neue Vorsitzende seine Kontakte zum DKB – in welchem er seine Wurzeln hatte – und leitete mit dem gesamten Vorstand den Übertritt des Vereins von der DKU zum DKB ein.

1982 Trainervakuum und Art Neubeginn

Im Jahr 1982 kehrte der Cheftrainer Felice Urso in sein Heimatland Italien zurück und es entstand ein Trainervakuum, da Harald Kettel und Giuseppe Di Dio, die einzigen noch übrigen Schwarzgurt, aus beruflichen Gründen kein Training geben konnten. Die Mitgliederzahl war von über Hundert auf etwas über 30 zurück gegangen. Dieser große Einschnitt bedeutete für den Verein eine Art Neubeginn. Wolfgang Oswald und Georg Pauly (beide Violettgurt) sowie Volker Rixinger (Braungurt, übernahm das Training in Hausen) mussten als Trainer einspringen. Für sie hieß es nun neues Vertrauen gewinnen und große Aufbauarbeit leisten. Zu Hilfe kam zunächst Josef Haumann aus Heimsheim, Wofgangs ehemaliger Trainer, der etliche Trainingseinheiten hielt und eine Prüfung abnahm. Weitere Hilfe erfolgte durch Hans Körner vom Karate Zentrum Pforzheim, damals 1. Landesvorsitzender des DKB (inzwischen Stützpunkttrainer Saar-Pfalz und DJKB-Instructor).

Aufgrund der beengten Trainersituation fingen etwa in dieser Zeit, also Mitte der 80er Jahre, auch Werner Maas, Alex(ander) Moser und Günter Hörsch an, Training zu geben (alle drei sind heute noch Trainer des Vereins!). Alex und Günter fingen beide schon als Grüngurte an, aushilfsweise Training zu geben, insbesondere in Hausen. Für mehr als 2 Jahrzehnte werden diese Beiden das gesamte Training in Hausen übernehmen (seit 2009 ist Michael Pfäffle neuer Schwarzgurt und 100-%-iger Hausener, als Aushilfstrainer hinzugekommen).

Freundschaft zu Hans Körner

Nachdem in Calw kein Schwarzgurt mehr als Trainer zur Verfügung stand, lag es nahe, zum benachbarten Verein, dem Karate Zentrum Pforzheim, Kontakt aufzunehmen. Bei Hans Körner mit seiner offenen und herzlichen Art waren sie genau richtig, zumal er damals zugleich 1. Landesvorsitzender des DKB war. Seit dieser Zeit stand er – und steht auch heute noch – den Calwern in vielen Dingen unterstützend zur Seite und hat sie seitdem freundschaftlich begleitet. 1983 schickte er Hans Kaun als Honorartrainer für ein wöchentliches Ober¬stufen¬training nach Calw, welcher diese Aufgabe viele Jahre engagiert ausübte. Viele Jahre lang nahm Hans Körner die Prüfungen in Calw ab. Unzählige Lehrgänge hat er seitdem in Calw gegeben. Lange Zeit besuchte die Calwer Oberstufe sein Training und nahm die Kampfmannschaft an seinem Wettkampftraining teil.

Die Vereine sind bis heute freundschaftlich verbunden. Sei es durch gelegentliche gegenseitige Trainingsbesuche, bei den regelmäßigen Freundschaftsturnieren (früher Fußball jetzt Beach-Volleyball), oder bei anderen festlichen oder offiziellen Anlässen zu denen man sich einlädt und besucht. Auch wenn Kampfrichter für die Vereinsmeisterschaft gesucht werden, hilft man sich gegenseitig aus. Danke für diese jahrzehntelange Hilfe und freundschaftliche Verbundenheit!

1984 Umbenennung in SKD-Calw

Durch Beschluss der Mitgliederversammlung vom 29.03.1984 wurde der Name des Vereins von Karate Club Calw in Shotokan Karate Dojo Caw geändert. Auch das neue Logo des Verein wurde beschlossen. Es besteht seitdem in einem roten Punkt, umrandet in kleiner Schrift von den Worten: Karate Dojo Calw, darunter die Schriftzeichen für Ki = Energie. Es
soll ein Zeichen sein für die Wurzeln und den geistigen Hintergrund, vor dem das SKD-Calw sein Karate sieht. Wobei der rote Punkt für Japan und das Ki für die Kraft des Karate steht.

In den folgenden Jahren nahmen die Mitgliederzahlen wieder ständig zu. Die Oberstufe trainierte häufig in Pforzheim bei Hans Körner mit. Die Calwer wurden auch im sportlichen Bereich immer erfolgreicher. Die Schwierigkeiten der vergangenen Jahre waren überwunden, der richtige Weg war eingeschlagen. Dank einer besonnenen Vereinsführung, geprägt durch ein kollegiales Miteinander von Vorstand und Trainern, blieb Calw ein selbständiger Verein, in welchem ordentliches traditionelles Karate trainiert wird, unabhängig vom Machtstreben Einzelner oder der Verbandspolitik.

1986 Fujinaga in Calw

Ein Highlight jener Jahre für den Verein und die ganze Region waren die von 1985 bis 1994 jährlich stattfindenden Lehrgänge mit Sensei Fujinaga in Calw, die unvergessen bleiben und das Calwer Karate entscheidend prägten. Seine Lehrgänge waren regionale Großereignisse mit zum Teil über 150 Teilnehmern (so z.B. Okt. 1990). Beim 1. Lehrgang, am 22./23.06.1985, (Lehrgangsgebühr 10 DM), kamen ca. 120 Teilnehmer (11 schwarz, 22 braun, 22 violett, 14 grün, 16 orange und ca. 24 weiß) wobei die vereinseigene Oberstufe wohl nur 3 braun und 6 violett-Gurte umfasste. Leider verstarb er viel zu früh am 01.08.1995 an Krebs. Er war ein Techniker par excellence. Oft zerlegte er die Technik zum erklären in 10 einzelne Zeiten, so dass genau verständlich wurde, wann was zu erfolgen hatte. Unvergessen auch die Übung, wo wir fast in der Endstellung für Kizami-Zuki standen und auf Kommando nur noch die letzte Streckung und Handgelenksdrehung sowie die Hikite-Bewegung ausführen sollten – aber 10 Mal je Kommando. Unsereins war noch bei der 3. oder 4. Bewegung, während Sensei Fujinaga schon fertig war – wobei eine Bewegung exakter als die andere war. Und während wir beim 4. Kommando schon nicht mehr konnten, waren bei Ihm die Bewegungen immer noch brillant.

Tanaka in Wien

Viele Male waren Calwer Vereinsmitglieder bei Tanaka in Wien, der dort jährlich eine Woche zu Gast bei Fujinaga war. Die ersten Male am Neusiedler See, mit legendären Stechmücken, dann direkt in Wien. Neben dem tollen Training bei diesen beiden Meistern des Karate war auch das Drumherum fast ideal. Gemeinsames Training, gemeinsame Pausen und gemeinsames Zelten. Durch die engen Kontakte von Calw zu Pforzheim, zelteten wir immer mit diesen gemeinsam und kamen in den Genuss der engen Kontakte von Hans Körner zu Tanaka. Kam doch Tanaka jedes Mal an einem Abend zu uns auf den Zeltplatz. So konnten wir diesen beeindruckenden Meister auch hautnah erleben. Manchmal auch sehr unerwartet. So kam es vor, dass der Nebensitzer von Tanaka den brennenden Abdruck von Tanakas Hand auf seinem Oberschenkel spürte und ihn lächelnd sagen hörte: Moskito. Nach dieser Woche in Wien war man auf das Gasshuku bestens vorbereitet.

Ende der 80-er und Anfang der 90-er Jahre war Calw meist erfolgreich auf den damaligen Bezirks und Landesliga-Turnieren mit schlagkräftigen Männern und Frauen vertreten. Bei diesen Begegnungen traten immer 4 oder 5 Mannschaften im Modus: jeder gegen jeden an. So konnten die Teilnehmer viel Wettkampferfahrung sammeln.

1990 schlossen sich die DKU und der DKB zum DKV (Deutscher Karate Verband) zusammen. Georg Pauly und Wolfgang Oswald traten von ihren Vorstandsämtern zurück, blieben dem SKD Calw aber immer noch treu und wurden als Ehrenmitgliedern geehrt. Neuer Vorsitzender mit einem neuen Team wurde Matthias Kaupp (Violettgurt), der an die erfolgreiche Zeit anknüpfte.

Während sich der Verein selbst durch recht große Harmonie auszeichnete, kam es auf nationaler Ebene zu neuen Meinungsverschiedenheiten über die Richtung des Karate. Eine Gruppe im DKV war an einer Versportlichung des Karate interessiert, eine andere versuchte, die Ursprünglichkeit des Karate zu bewahren. Konzentration alleine auf den Wettkampf, das war auch den Calwer Karateka klar, bedeutete Verarmung und gleichzeitig Verwischung der Grenzen zu allen anderen verwandten Kampfsportarten. Das Wesen des Shotokan Karate musste erhalten bleiben, es war das Karate, das wir betreiben wollten. Als 1994 der DJKB (Deutsch-Japanischer Karatebund) als eigenständiger Dachverband gegründet wurde, zeigte die Vereinsführung unter Matthias Kaupp Mut als sie mit dem SKD Calw dem DJKB in der ersten Stunde beitraten („zur Belohnung“ hat der SKD-Calw die JKA-Dojo-Mitglieds-Nr.: 07/001/). Beinahe wäre auch der ganze Landesverband zum DJKB gewechselt, stimmte doch der Landesverband nur mit 114 zu 113 Stimmen gegen das JKA-Karate.

Um auch nach dem DJKB-Beitritt weiterhin viele Wettkämpfe bestreiten zu können kämpften zwei Calwer-Mitglieder (Hasan Yildirim und Reimar Hobbing) längere Zeit noch in der Landesliga und starteten hierzu bei Josef Haumann in Heimsheim und erlangten sogar die Möglichkeit in die Oberliga aufzusteigen. Auch in der Folgezeit blieb lange ein Kontakt nach Heimsheim – durch gelegentliche Trainingsbesuche – bestehen.

1994 wurde vom 1. Vorsitzenden Matthias Kaupp und dem damaligen Jugendwart Gerhard Schuler unter Inanspruchnahme eines Rechtsanwalts die erste Jugendordnung erstellt um der gewachsenen Bedeutung der Vereinsjugend gerecht zu werden.

1996 übernahm Hans(-Jürgen) Kaun den 1. Vorsitz im Verein und blieb dies für 11 Jahre (er hatte die Liebe seines Lebens im Verein gefunden und war vom Pforzheimer Honorartrainier zum Calwer Mitglied geworden).

Im Juni 1996 erscheint die erste Vereinszeitung. Zunächst im Format DIN A 4 , ab der 4. Ausgabe dann im DIN A 5 Format. Für viele Jahre wird sie nun die Vereinsmitglieder bestens informieren und unterhalten.

Seit 1997 Ochi alle 2 Jahre in Calw

Zum 20-jährigen Bestehen des Vereins konnte der Bundestrainer Hideo Ochi für einen Jubiläums-Lehrgang in Calw gewonnen werden. Trotz der sehr schlechten winterlichen Witterung mit Eisregen fanden Mitte Januar über 200 Teilnehmer den Weg nach Calw und machten den Lehrgang zu einem großen Höhepunkt im Jubiläumsjahr.

Zu unser großen Freude und Ehre war dies der Beginn regelmäßiger Lehrgänge mit Bundestrainer Shihan Ochi in Calw und im benachbarten Dojo Nagold, welche abwechselnd den Lehrgang ausrichten. So haben die Calwer Mitglieder erfreulicherweise jedes Jahr die tolle Möglichkeit quasi direkt vor der Haustür bei Sihan Ochi zu trainieren. An dem Freitag-Abend, an welchem Ochi in Calw ist, lässt der Nagolder Verein sogar sein zeitgleiches Freitagstraining zu unseren Gunsten ausfallen. Hierfür nach Nagold ein großes Dankeschön für soviel Unterstützung.

1997 1. Hermann Hesse Cup in Calw

Im September 1997 richtete der Calwer Verein zum ersten Mal den neu geschaffene Hermann Hesse Cup (kurz HHC) aus. Es war ein reiner Mannschaftswettkampf in Kata und Kumite. In ausgelosten Gruppen kämpfte jeder gegen jeden, so dass jede Mannschaft immer mehrere Kämpfe hatte. Aus diesem Grunde wurde das Turnier von den Vereinen aus der Region gerne angenommen. Dies änderte sich leider bald. Im Okt. 2000 kam es bei Begegnungen mit einer ausländischen Mannschaft zu erheblichen Verletzungen und 3 Wettkämpfer mussten die Zahnklinik in Tübingen aufsuchen. Schon im folgenden Jahr wurde das Turnier aufgrund mangelnder Teilnehmerzahlen nicht mehr durchgeführt.

Seit 2003 ist der HHC ein erfolgreiches reines Kinder- und Jugendturnier. Mit regelmäßig über 200 Teilnehmern und weit über 400 Begegnungen ist es inzwischen das größte seiner Art in Süddeutschland und ein Sichtungsturnier für den Landesjugendkader. Aber dank der Größe des Vereins, der vielen Helfer und des eingespielten Organisationsteams hat der Verein diese große Aufgabe bisher jedes Mal erfolgreich gemeistert.

1998 Deutsche Meisterschaft in Calw

Auch wenn Calw in der Ausrichtung von Lehrgängen und Turnieren eine lange Übung hat und sich einen guten Namen machen konnte, war es für den Verein doch eine große Ehre und Würdigung seiner Arbeit, 1998 die 4. Deutsche Meisterschaft des DJKB auszurichten zu können. So sagte denn auch der DJKB-Vorsitzende in seinen Grußworten: „Denn wir wissen, dass unser traditionelles Karate in Calw durch das Shotokan Karate Dojo Calw vorzüglich vertreten wird.“ Der Verein konnte die Erwartungen erfüllen und die Ausrichtung der Meisterschaft wurde ein voller organisatorischer Erfolg für die Calwer.

1999 Vereinsmitglied Hasan Yildirim Mannschaftsweltmeister

Nach der Deutschen Meisterschaft in Calw (1998) wurde Hasan Yildirim von Bundestrainer Ochi in den Nationalkader berufen. Damit begann seine Erfolgsgeschichte, auf die das Calwer Dojo natürlich besonders stolz ist, zeigt es doch auch die gute Trainerarbeit der SKD-Calw. Hasan verbesserte sich in den folgenden Jahren und wurde, neben Detlef Krüger, der erfolgreichste deutsche Wettkämpfer auf nationaler und internationaler Ebene. Er wurde zwei mal hintereinander Deutscher Meister, mehrfacher Europameister und 1999 mit der Mannschaft Weltmeister (in der WKC). Leider konnte er sein Ziel, das er sich nach seinen erfolgreichen Kämpfen bei der Weltmeisterschaft in Japan gesteckt hatte, nämlich Einzelweltmeister zu werden, nicht mehr in Angriff nehmen. Da er bei einem Motorradunfall am 18.11.2001 tödlich verunglückte.

Ebenfalls 1999 schied mit Timo Rentschler, ein weiteres Vereinsmitglied und vielversprechender Nachwuchskämpfer aus dem Leben.

2000 Akita erstmals in Deutschland

Vom 23. – 25.06.2000 konnte der Verein (dank der Kontakte von Mitglied Bertram Pamminger) erstmals Sensei Shinji Akita in Calw begrüßen. Für Sensei Akita war dies sein erster Lehrgang in Deutschland überhaupt. Durch seine beeindruckende Art wurde es ein toller Lehrgang. Verständlicherweise holte der Verein ihn auch in den Folgejahren (2001 und 2002) nach Calw. Nach einer Pause, aufgrund persönlicher Differenzen zwischen dem (damaligen) 1. Vorsitzenden und dem Kontaktmann, setzt der Verein seine Lehrgänge mit Sensei Akita wieder fort. Ein geplanter Lehrgang 2008, der leider kurzfristig abgesagt und 2009 nachgeholt wurde, sowie ein weiterer Lehrgang 2010 sind bislang das Resultat.

2002 für 7 Jahre ein eigenes Dojo (bis 2008)

Das Karate Zentrum Pforzheim unter Hans Körner hatte fast immer ein eigenes Dojo. Hans Kaun, 1996 zum 1. Vorsitzenden gewählt, brachte aus Pforzheim kommend, den Traum vieler vom eigenen Dojo mit. Bereits 1999 wurde zur Schaffung eines finanziellen Polsters der Mitgliedsbeitrag angehoben. Nach langer Suche wurden zum 01.01.2002 Räumlichkeiten angemietet. Zugleich musste der Beitrag nochmals erhöht werden. In einem großartigen Kraftakt durch die aktive Mitarbeit vieler Mitglieder konnte der erforderliche Umbau gestemmt werden. Mussten doch zwei Umkleiden mit Duschen und ein Aufenthaltsbereich geschaffen werden. Es folgten einige zufriedene Jahre im eigenen Dojo, das nun so manches gesellige und sportliche Ereignis erlebte. Zum 31.12.2008 trennte sich der Verein wieder von dem angemieteten Dojo.

2006 Vereinmitglied Steven Kaun Deutscher Jugendmeister

2006 (und auch 2007) wird Steven Kaun Deutscher Jugendmeister. Neben vielen anderen Platzierungen seiner Kinder und Jugendlichen stellt damit das SKD-Calw seine gute und erfolgreiche Jugendarbeit unter Beweis. Wie in den meisten Vereinen nimmt auch hier im Verein die Jugendarbeit einen wachsenden Raum im Vereinsgeschehen ein.

2007 trat der langjährige 1. Vorsitzende Hans Kaun zurück mit dem Willen, sich auf seine Trainertätigkeit zu beschränken. Auf seine Anregung hin übernahm Erika Haak (als Violettgurt) den Vorsitz. Mit der Erfahrung einer Geschäftsfrau und der Feingefühl einer Frau führte Sie das Amt mit großem Geschick.

2007 30-jähriges Vereins-Jubiläum

Im Jahr 2007 konnte der Verein sein 30-jähriges Jubiläum feiern. Dies ist für einen Karateverein schon ein stattliches Alter. Der Verein verfügt damit über eine solide, über Jahrzehnte gewachsene Struktur sowie über langjährige Mitglieder, Danträger und Trainer. Etliche Schwarzgurte, die im eigenen Verein mit Karate angefangen haben und dem Verein nun als Trainer zur Verfügung stehen, bilden zusammen mit engagierten neuen Mitgliedern ein breites Fundament auf dem der Verein und seine Vereinsarbeit ruht. Damals wie heute fühlt sich im Verein das ganze Spektrum der Karateka zu Hause und gut aufgehoben. Also vom Freizeitsportler, der das Karate zwar regelmäßig aber nur ein oder zwei Mal pro Woche betreibt, bis hin zum Leistungssportler, die so oft wie nur möglich trainieren und auf möglichst viele Lehrgänge gehen will, findet jeder seinen Platz im SKD-Calw.

2007 Trainer und ehem. 1. Vors. gründet eigenen Verein

Mit einer kurzen E-Mail am 24.09.2007 22:47 Uhr schieden überraschend die beiden verdienstvollen Trainer und früheren Mitglieder des Vorstandes Sabine und Hans Kaun aus dem Verein aus. Da weitere 11 Trainer vorhanden waren, konnte der Trainingsbetrieb nach kurzen Ausfall normal weiter gehen. Etwa 30 Mitglieder (von ca. 180) verließen den Verein, darunter leider große Teile der jugendlichen Wettkämpfer. Im gleichen Ort unter fast gleichem Namen wurde dann ein weiterer Karateverein gegründet.

2008 Die kurze Amtszeit von Erika Haak war trotz ihres großen Geschicks und ohne ihre Schuld von den jüngsten Ereignissen überschattet. Um eine möglichst unbelastete Vereinsführung zu ermöglichen konnte Sie Reimar Hobbing als Nachfolger gewinnen, der 2008 das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm (seit Sept. 1982 im Verein, hatte er die letzen Jahre überwiegend in Pforzheim trainiert).

Nachdem die kollegiale Vereinsführung durch Trainer und Vorstand wieder in vollem Umfang hergestellt war, konnte an die alte Tradition einer harmonischen gleichberechtigten Leitung der Geschicke des Vereins erfolgreich angeknüpft und diese fortgesetzt werden.

Das langfristig angemietete Dojo war plötzlich eine große finanzielle Belastung, da die gesamten Einnahmen des Vereins nicht zur Deckung der Kosten ausreichten. Glücklicherweise konnte der Verein zum 31.12.2008 vorzeitig aus dem Vertrag ausscheiden und damit schlimmeres verhindern.

Seit Ende 2008 auch Training im Fitness-Center-Roller

Dem nun wieder gestiegene Bedarf des Vereins an städtischen Hallenzeiten konnte die Stadt Calw leider nur unzureichend nachkommen, indem sie dem Verein Mittwochs von 20 bis 21:30 Uhr und Samstags (mittlerweile) von 14:30 bis 16 Uhr die Halle am Brühl zur Nutzung überließ. Den ehemals tollen Hallenzeiten von jeweils 18:30 bis 21:30 Uhr am Montag und am Dienstag, auf die bei Anmietung des Dojo verzichtet worden war, kann da nur nachgetrauert werden. Insbesondere für Kinder und Jugendliche ist 20 Uhr als Trainingsbeginn oft zu spät. Seit dem 29.12.2008 wird auch im Fitness-Center-Roller in Althengstett Karate unterrichtet (Mo, Di und Fr).

2009 Überarbeitete Vereinssatzung

Zu den dringenden Versäumnissen, die in viel Kleinarbeit im Hintergrund aufgearbeitet wurden, gehört auch die vollständige Überarbeitung der Vereinssatzung sowie der Beitrags- Jugend- und Geschäftsordnung um alte Fehler und Unzulänglichkeiten auszumerzen sowie die Regelungen verständlicher und zeitgemäßer zu gestallten. Somit wurde die Satzung 32 Jahre nach ihrer Errichtung (Febr. 1977) in der Mitgliederversammlung im Febr. 2009 in weitgehend geänderter Form beschlossen und trat zum 01.04.2009 in Kraft.
Auch konnten aufgrund der entfallenen Mietbelastungen die Beiträge wieder deutlich gesenkt und mehr Geld für Lehrgänge, Jugendarbeit und Vereinsleben verwendet werden.

Zu Werbezwecken wurde ein Kino-Werbe-Spot erstellt, der regen Anklang fand. Das Kindertraining wurde unter großer positiver Resonanz in kleinere Gruppen unterteilt bzw. zu Zweit oder Dritt geleitet. Das wichtige Werbe-Medium Homepage konnte verbessert werden. Sie wurde unter hohem Arbeitseinsatz weitgehend umgestaltet, vervollständigt und den aktuellen Anforderungen angepasst.

Oktober 2009 Toribio Osterkamp erstmals in Calw

Am 3./4. Okt. 2009 konnte das SKD-Calw erstmals mit dem DJKB-Istructor Toribio Osterkamp einen Lehrgang in Calw ausrichten. Da es allen trotz des großen Muskelkaters so gut gefallen hat, wurde er gleich für einen weiteren Lehrgang verpflichtet (aufgrund der großen Nachfrage kommt er nur alle 2 Jahre).

2009/2010 Kooperation des SKD Calw mit der Sprachheilschule

Infolge einer Kooperation des Sprachheilzentrums Calw-Stammheim mit dem SKD Calw übernahm eine Kindertrainerin des Vereins, Erika Haak, einen Teil des Sportunterrichts der Klassen 5a und 5b im Schulhalbjahr 2009/2010 (ab dem 24.09.2009), um den Schulkindern die Grundlagen des Shotokan Karate zu vermitteln.

Februar 2012 Verjüngung des Vorstands

Bei der Mitgliederversammlung am 11.02.2012 trat der 1. Vorsitzende, Reimar Hobbing, nach 4 Jahren Amtszeit zurück, da er inzwischen nach Niedersachsen verzogen war. Auch der 2. Vorsitzende, Gerhard Schuler, trat von seinem Amt zurück. Mit Michael Pfäffle und Markus Schmidt konnten gleich zwei junge Vereinsmitglieder als Nachfolger gewonnen werden.