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Kangeiko in Limburg mit Shinji Akita 2013

Traditionell bedeutet Kangeiko während der kältesten Jahreszeit am frühen Morgen zu trainieren. Dies soll zu einem starken Geist führen, der den Trainierenden dann durch das Jahr begleitet.

Konkret hatte Shinji Akita für uns folgendes Programm vorgesehen: Erstes Training am Dienstagabend von 20.00 bis 21.30 Uhr, dann jeweils am Mittwoch, Donnerstag und Freitag das erste Training von 6.00 bis 7.00 Uhr und das zweite abends von 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr. Der Samstag war ein eingebettet in einen Lehrgang, den er für alle Interessierten ausgeschrieben hatte. An diesem Tag waren dann 3 Trainingseinheiten angesetzt.


Vielen Danke an Steffi und Shinji Akita für die Bereitstellung der Bilder

Wie einen Roten Faden hatte er in allen Trainingseinheiten zwei Schwerpunkte gesetzt, auf die wir besonders achten sollten. Das war zum einen das Schließen des Körpers – ob nun die Arme seitlich eng am Körper geführt werden oder die Beine mit deutlicher Innenspannung bewegt werden sollten; es ging um die Kompaktheit und Geschlossenheit des Körpers. Der andere Schwerpunkt war die genaue Ausrichtung auf das Ziel (das kann man sich vorstellen wie beim Fluchtpunktzeichnen): der gesamte Körper muss ganz exakt auf das Ziel ausgerichtet sein, um dann ohne Umwege und ohne Öffnen des Körpers die Technik auszuführen. Das hört sich deutlich einfacher an, als es ist!

Bei einem Karate Lehrgang ist der „Karate-Input“ vorrangig. Für mich gehört zu einem richtig guten Lehrgang auch das gelungene „Drumherum“. Das fand ich hier besonders schön. Steffi (Shinji Akitas Frau) hatte jeden Morgen während wir trainierten unser gemeinsames Frühstück vorbereitet. Wir wurden mit duftendem Kaffee und knusprigen Brötchen empfangen, um uns an einer langen Tafel gemeinsam vor der Schule oder Arbeit zu stärken.

Ich fand die Teilnehmer, die überwiegend aus Shinji Akitas eigenem Dojo stammten, ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Beispielsweise hatte Shinji Akita am Donnerstagabend angekündigt, dass am nächsten Morgen Joggen auf dem Programm stehen würde. Da ich aber außer Badelatschen und Stiefeln keine Schuhe dabei hatte, wurden mir spontan von einer Teilnehmerin Sportschuhe ausgeliehen! Glücklicherweise hatte außer mir noch Jesus (ein Teilnehmer aus Venezuela) keine geeigneten Schuhe dabei, so dass wir im Dojo bleiben und zusammen mit einem Schwarzgurt 1000 Tzukis machen konnten.

Für mich war es insgesamt ein toller und trainingsintensiver Lehrgang, der mir sehr gut gefallen hat. Ich habe mich während und außerhalb des Trainings sehr wohl und gut aufgehoben gefühlt.

Erika

Ein Kommentar zu diesem Beitrag
  1. Jean E. Teuffen
    am 10. Jun, 2013

    Liebe Erika,

    freut mich, heute (nach unserem gestrigen Gespräch in Kappel) diesen lebendigen Beitrag (zufällig?) von Dir entdeckt zu haben!

    Ich wünsche Dir eine gute Zeit!

    Bis bald einmal, herzliche Grüße,

    Jean